Budo-Verein Neukirchen e.V.
 
Auf Wunsch einzelner gibt es hier noch ein paar Bilder im Nachtrag.
 
 
Lieber Detlef,

auf diesem Wege möchten wir dich ganz herzlich zum Erreichen der nächsten (und für dich damit auch letzten) Graduierungsstufe  beglückwünschen.


Dein Budo-Verein Neukirchen e.V.
gambatte ne
 
 
Das Jahresthema beschreibt Soke als Jin Ryo Yo Go.
(zu sehen auf der Schriftrolle unten)

Tino hat es ja bereits schön umschrieben.

Eine Übersetzung könnte sein: "Die Drachengötter beschützen/bewahren die Essenz." Oder die Version, die für mich persönlich schöner klingt:
"Die (Bu)Jin beschützen/bewahren die Essenz im Jahr des Drachen."


Jin = Mensch/Gott
Ryo = Drachen (2012 Jahr des Drachen)
Yo = KANAME = Drehpunkt/der Punkt, um den es sich dreht, Essenz
Go = beschützen/bewahren


Es dreht sich nun dieses Jahr alles darum, den Punkt zu finden, um den es sich in einer Technik dreht. Dazu soll man vor allem langsam trainieren. Beim Soke-Training in Japan lag sämtliche Aufmerksamkeit darin, das Kaname zu ergründen. Jedoch muss man eben vorher erstmal verstehen, was das Kaname nun eigentlich ist. Zum einen ist es der Drehpunkt. Dieser Punkt kann ganz physisch z.B. ein Gelenk (Ellenbogen, Schulter, Hüfte ...) sein, das sich deht - bzw. um das wir uns drehen. Zum anderen ist es der Punkt, der den Unterschied zwischen dem Gelingen und dem Versagen einer Technik ausmacht. Darüber hinaus wird der Begriff Kaname im Japanischen auch oft mit Großen historischen Ereignissen in Zusammenhang gebracht. Also bedeutsame Ereignisse, nach denen sich eine Wende vollzogen hat.

Vielleicht kommen wir durch das Ergründen des Kaname dem etwas näher, was Soke so oft als 'Das was nicht gelehrt werden kann' bezeichnet. Wie immer wenn es sich um das Jahresthema dreht, gehen die Interpretationswege verschiedenste Richtungen. Und das ist auch gut so.  Diese Ausführung soll nur meine Sichtweise darlegen und kann daher natürlich nicht als lexikontauglicher Artikel angesehen werden.

Gambatte Kudasai
Gerald
Bild
Jin Ryo Yo Go
 
 
Es war wieder schön, dass Cavin zu Besuch bei uns in Neukirchen/Chemnitz war. Schwerpunkte des Seminars waren Kenjutsu und Shinden Fudo Ryu.

Auf dem Programm standen Musan, Unyaku, Fusetsu, Nichgeki und Gekkan in Verbindung mit Daken Taijutsu und als Variation mit Schwert.

Was bei mir an Schwerpunkten hängen geblieben ist:
  • Sei wie ein Weidenbaum: fest verwurzelt mit dem Boden (Standfestigkeit, Balance, Fußarbeit) und gleichzeitig "biegsam" (flexibel) im Körper
  • Die eigentliche Kunst und zugleich Schwierigkeit besteht darin, alles Unnötige bei einer Technik wegzulassen, alle Bewegungen auf das nötigste Minimum zu reduzieren.
  • Shizen: sei entspannt, bewege dich natürlich, gehe mit Ukes Bewegung mit (go with the flow), führe alle Bewegungen ohne Kraft aus, kontrolliere den Raum (Kukan)
  • Im Bujinkan ist das Schwert vielmehr ein "Gebrauchsgegenstand", keine Schnittwaffe. Nutze es eher als Schild, um es zwischen dich und Uke zu bringen; ein Schnitt entsteht dann aus der natürlichen Bewegung (die Uke bestimmt). Obwohl im Bujinkan weniger Iado- oder Kenjutsu-ähnliche präzise Techniken geübt werden, so musst du trotzdem alle Grundformen zunächst erlernen (Kamae, Kiri, etc.) und verinnerlichen, um das Schwert natürlich einzusetzen. Zusammen mit der Saya ist das Schwert ein flexibles Werkzeug, welches in der Länge variiert werden kann: verwende es als Hanbo, Jo oder Bo und schließlich natürlich auch als Klinge.
Nach der Pause sind wir kurz in das Thema Bo-Shuriken (Wurfgeschosse) eingetaucht, um ein paar praktische Übungen auszuführen. Wichtig dabei ist: der richtige Wurf entsteht durch gutes Taijutsu. Führe einen sauberen Shuto aus und lasse die Bo-Shuriken durch die Finger gleiten. Versuche nicht, die Geschosse zu werfen, sondern denke an Shuto.
 
Jahresthema 2012 18/03/2012
 
Wie immer wirkt es Anfang des Jahres noch unklar und etwas schwammig, was genau Hatsumi mit dem angekündigten Jahresthema unterrichten wird. Nach gut zweieinhalb Monaten möchte ich zusammentragen, welche Informationen bislang vermittelt werden:
  • Hauptthema ist Kenjutsu
  • Besondere Aspekte: Muto Dori (waffenlose Verteidigung gegen ein Schwert), die Idee des Futsu (verschiedene Bedeutungen: u.a. das Geräusch, welches beim Schwertschnitt entsteht; auch ein Begriff aus der japanischen Mythologie: göttliches Schwert), Kaname (pivot point = Rotations-/Drehpunkt)
  • Es gab Andeutungen, dass Teil des Jahresthemas 2013 Yari und Naginata sein könnte.
Interessant: Hier findet man eine Auflistung der Bujinkan-Jahresthemen seit 1990.

Und was für mich besonders hervorzuheben ist: Hatsumi lehrt stets das Leben, nicht das Töten.
 
 
Hallo an alle daheimgebliebenen. Da es zu zeitintensiv wäre, auch hier in unserem Blog diese Reise up to date zu halten, empfehle ich euch den TABIBITO BLOG.  Dort tragen Martin und Sebastian regelmäßig neues aus Japan ein.


www.tabibito.bolg.de

Von uns gibt's hier mal einen kleinen Leckerbissen:


Viele Grüße an alle.

Jelle, Martin, Antje und Gerald

DER GERÄÄÄT IN JAPAN!


Der Gerääät wird nie müde. Der Gerät schläft nie ein. Der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft. Und er schneidet das Dönerfleisch Schweiß - FREI!
 
 
Unter TERMINE findet ihr die jeweils anstehenden Events. Mit dem neuen Kalender erhoffen wir uns nun noch mehr Interaktivität.

Viel Spaß.
 
 
Über E-Mail und diverse Foren hat es sich bereits verbreitet: Oguri Sensei, einer der Shitenno im Bujinkan, ist am 17. Januar 2012 in Folge einer schweren Krankheit verstorben.
 
 

Wir haben's geschafft!!!

Es ist uns gelungen, beim Vereinsvoting der ING-DiBa unter die ersten 1000 beliebtesten Vereine Deutschlands zu kommen. Am Ende haben wir sogar Platz 470 belegt.  Alle Achtung!

Vielen Dank an all die fleißigen Mitabstimmer.


Gerald

 
 
Picture
Das Taikai in Nürnberg war in vielerlei Hinsicht eine rundum gelungene Sache.

39 (in Worten: NEUNUNDDREIßIG!) Shihane aus ganz Deutschland haben sich wirklich ins Zeug gelegt, dieses Wochenende nicht so schnell in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die drei Taikai-Tage hatten jeweils ein anderes übergeordnetes Thema. Am Samstag war dies die Distanz, am Sonntag Timing und am Montag die Balance.
Der Zeitplan war auf Grund der vielen Lehrer natürlich sehr eng gestrickt. 50 Minuten Training, 10 Minuten Pause und das  jeweils 6 bzw. 7 mal hintereinander an drei Tagen, in zwei verschiedenen Hallen und fünf separaten Bereichen mit über 420 Teilnehmern. - Superlative wohin man auch schaut.

Bitte lasst uns unsere Eindrücke in den Kommentaren diskutieren. Was war dein Highlight vom Taikai?
Und bitte schaut euch auch das Video an. Wer genau hinschaut, kann alle Teilnehmer unseres Vereins erkennen.
                                                                                                     
                                                                                                        Gerald

Kalligraphie von Dr. Hatsumi Masaaki
geschrieben für das Taikai in Nürnberg:
   
Kon Yu Bu Yu - " Freunde im Geiste, Freunde im Kampf"

 
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